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Steckbrief

Profilbild von Björn S. Breyer

Björn S. Breyer

Übernimmt Patenschaften für

1. Aufnahmeleitung, Location Scout, Motiv-Aufnahmeleitung

Wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen?

Mit neun habe ich im Wohnzimmer meiner Eltern eine alte Hi8-Kamera gefunden, sie eingeschaltet, auf den roten Rec-Knopf gedrückt und schließlich meinen ersten Film gedreht. Rückblickend war das wahrscheinlich der Moment, in dem alles anfing.

Später wurde aus der kindlichen Neugier ein Weg: Praktika, erste Jobs am Set. Angefangen habe ich als Set-Runner. Aus dem ersten Job wurde ein zweiter, dann ein dritter. Ich blieb dran, arbeitete mich hoch. Irgendwann wurde ich, ganz folgerichtig, Set-Assistent.

Weniger folgerichtig kam danach der Sprung in die Motivaufnahmeleitung. Viel zu früh, gefühlt. Aber genau diese Position hatte mich schon immer gereizt. Mit 24 stand ich da – jung, unsicher, neugierig – und musste plötzlich diese neue Verantwortung übernehmen.

Heute arbeite ich als 1. Aufnahmeleiter und manchmal auch als Location Scout. Ich sehe meine Aufgabe darin, einen organisatorischen Rahmen zu schaffen, in dem alle gut arbeiten können.

Was liebst Du an Deinem Beruf?

Ganz klar: die Abwechslung. Ständig neue Orte, ständig neue Menschen, ständig neue Herausforderungen. Das ist stressig, aber unglaublich bereichernd.

Für mich gibt es einen Moment, den ich als 1. Aufnahmeleiter besonders mag: wenn aus dem Wust an Input in der Vorbereitung plötzlich ein funktionierender Drehtag wird.

Ein Filmset wirkt von außen oft wie ein Ameisenhaufen: viele Menschen, viele Ideen, ständig ändert sich etwas. Genau darin liegt für mich der Reiz. Wenn Abläufe greifen, Kommunikation funktioniert und am Ende eines Drehtags alle sagen: „War gut heute.“

Was ist die größte Herausforderung in diesem Beruf?

Die größte Herausforderung ist Verantwortung.

Ein Drehtag kostet viel Geld und sehr viele Menschen arbeiten gleichzeitig daran. Wenn etwas schiefgeht, hat das sofort Auswirkungen auf Zeitplan, Budget und Stimmung im Team.

Als Aufnahmeleiter steht man oft genau in der Mitte: zwischen produktionellen und künstlerischen Entscheidungen – und manchmal auch zwischen Filmwelt und der realen Welt draußen.

Man muss schnell viele Entscheidungen treffen, ruhig bleiben und Lösungen finden.
(Auch wenn gerade die Hütte brennt.)